Beileidsverse
Beileidsverse gibt es in allen Ausführungen, von traurig, bis nachdenklich und sogar wegweisend und philosophisch. Für Trauerkarten, Trauerbriefe und weitere Trauermitteilungen können Sie auch als Aufwertung oder Zusatz verwendet werden.
Wir haben nach dem Ableben unserer Großeltern viele Trauertexte und auch Beileidsverse gelesen. Die Beileidsverse einiger Kondolenzkarten haben uns so sehr berührt, dass wir sie zur Erinnerung aufgehoben haben. Diese Beileidsverse erinnern mich auch heute noch an die Großeltern.
Niemand geht ganz,
ein gutes Stück Erinnerung bleibt hier -
bleibt ganz nah bei mir.
(Angelika Schmid)
Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen
Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen.
(Marie von Ebner Eschenbach)
Immer bist du für uns da gewesen.
Immer hast du nur das Beste für uns gewollt.
Zuletzt hast du gekämpft – für uns.
Wir alle haben das Allerbeste verloren.
(Angelika Schmid)
Beileidsverse können auch in Trauerritualen, Erinnerungstagen usw. eine Rolle spielen. Die oft philosophischen Gedanken in den Beileidsversen machen nachdenklich und erweitern auch die Gedankenwelt. Das Sterben gehört nun mal untrennbar zum Leben dazu. Auch wenn wir das alle gern verdrängen es ist wichtig, sich ab und an damit auseinanderzusetzen, man hält inne und orientiert sich mit seinen Lebenswerten auch immer wieder neu.
Hier haben wir Ihnen weitere Beileidsverse aufgelistet:
Sei allem Abschied voran, als wäre er hinter dir.
(Rainer-Maria Rilke)
Der Schmerz macht, dass wir die Freude fühlen,
so wie das Böse macht, dass wir das Gute erkennen.
(Ewald Christian von Kleist)
Abschiedsworte müssen kurz sein wie Liebeserklärungen.
(Theodor Fontane)
Diejenigen die gehen,
fühlen nicht den Schmerz des Abschieds.
Der Zurückbleibende leidet.
(Henry Wadsworth Longfellow)
Wenn man das Dasein als eine Aufgabe betrachtet,
dann vermag man es immer zu ertragen.
(Marie von Ebner Eschenbach)
Alle, die in Schönheit gehen,
werden in Schönheit auferstehen.
(Rainer-Maria Rilke)
Irgendwo blüht die Blume des Abschieds
Und streut immerfort Blütenstaub,
den wir atmen, herüber,
auch noch im kommenden Winter
atmen wir den Abschied.
(Rainer-Maria Rilke)
Eine Zeit geboren zu werden,
eine Zeit zu sterben,
eine Zeit zu suchen,
eine Zeit zu verlieren,
eine Zeit zu lachen,
eine Zeit zu weinen,
eine Zeit zu reden,
eine Zeit zu schweigen,
eine Zeit beisammen zu sein,
eine Zeit sich zu trennen.
(PREDIGER 3, 1-8))
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